Bevor es zu spät ist! (Fr, 8.11.)

Was nach dem Missbrauchsskandal in der Kirche geschehen muss

„Es ist wie ein Weinen in der Welt, als ob der liebe Gott gestorben wäre.“ Diese Worte von Else Lasker-Schüler bezieht Dr. Wunibald Müller auf die augenblickliche Situation der katholischen Kirche mit Blick auf den Missbrauchsskandal. Zwar hätten die Bischöfe endlich mit entsprechenden Regelungen den Schutz von Kindern und Jugendlichen höher gestellt als die Rücksichtnahme auf Institution oder Täter. Doch weitergehende Konsequenzen seien von Nöten. Diese reichten von der Entkoppelung von Priesteramt und Zölibat über die Aufgabe der negativen Einstellung zu Homosexualität, v.a. auch bei Priesterkandidaten, bis hin zur Überarbeitung der kirchlichen Morallehre. Diejenigen, die sich – noch – kirchlich engagieren, würden deutliche Veränderungen erwarten hin zu einer Realität der geteilten Macht und Verantwortung von Klerus und Gemeinde, einer Kirche auf Augenhöhe mit allen, v.a. auch mit Frauen. Nur gemeinsam könne diese Krise bestanden werden – wenn es nicht gar schon zu spät dafür sei.
Dr. Wunibald Müller ist ausgewiesener Experte zu Fragen von sexuellem Missbrauch, Pädophilie und Ephebophilie – auch und gerade im Zusammenhang mit Homosexualität und Zölibat. Von 1983 bis 1990 leitete er das Referat für Pastoralpsychologie und Praxisberatung und war Referent für Priesterfortbildung am Institut für Pastorale Bildung in Freiburg i.Br. 1991 begründete er das Recollectio-Haus Münsterschwarzach mit und leitete es bis 2016.

Veranstaltet von: Kath. Kirchengemeinde St. Margaretha, Salach, in Kooperation mit Kath. Erwachsenenbildung.

Termin: Freitag, 8. November 2019, Beginn 19:00 Uhr
Ort: Salach, Lange Straße 1, Kath. Gemeindezentrum, Anselm-Schott-Saal
Referent: Dr. Wunibald Müller, Würzburg, Theologe, psychologischer Psychotherapeut, Autor
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