…mit diesem Titel lockte die Tübinger Gerontologin und Supervisorin Ulla Reyle nahezu fünfzig Interessierte in das Gemeindehaus der Oberhofen-Kirche. Veranstaltet war der Vortrag von der Katholischen Erwachsenenbildung in Kooperation mit der Evangelischen Erwachsenenbildung, Caritas und Diakonie und dem Haus der Familie Göppingen.

Mit sechzig Jahren betreten wir einen neuen Kontinent mit dem Namen „Alter“, der – länger als Kindheit und Jugend zusammengenommen – im statistischen Durchschnitt dreißig Jahre dauert, so die Referentin, die zusammen mit ihrem Mann, Pfarrer Reyle, lange in Göppingen lebte. Auf diesem neuen Kontinent betrete man liebliche Landschaften, Sehnsuchtsorte und ruhevolle Seen, aber auch steile Auf- und Abstiege sowie Abgründe. Oft sei man mit falschen Landkarten aus früheren Jahren und Jahrhunderten unterwegs. Umso wichtiger sei es, durch eine selbstfürsorgliche und generationengerechte Lebensführung sich auf diese Reise vorzubereiten.

Wissenschaftliche Erkenntnisse der modernen Lebenslauf-Forschung raten zum „weichen Umgang mit Veränderungen“ als Voraussetzung für ein gutes Älterwerden. Ulla Reyle spricht über das unterschiedliche Altern von Männern und Frauen, neuen Rollenverständnissen im Ruhestand und gibt Tipps, was bis zum 70. Geburtstag alles erledigt sein sollte.