Die grüne Lüge. Weltrettung als profitables Geschäftsmodell (Mi, 13.2.)

In der Reihe „Querdenken ermöglychen“

Greenwashing, also das Bemühen der Konzerne, ihr schmutziges Kerngeschäft hinter schönen Öko- und Sozialversprechen zu verstecken, ist erfolgreicher denn je. Aber jenseits der grünen Scheinwelt schreitet die Zerstörung rapide fort. Laut dem Global Foodprint Network lebt die Weltbevölkerung derzeit so, als hätte sie 1,6 Erden zur Verfügung. Würden alle auf der Welt so konsumieren, wie es Menschen in reichen Ländern wie Deutschland tun, bräuchte es 3,1 Erden, um den „Bedarf“ zu decken. Der Verbrauch pflanzlicher, mineralischer und fossiler Rohstoffe hat sich zwischen 1980 und 2010 von 40 auf 80 Milliarden Tonnen verdoppelt. Die Artenvielfalt nimmt ab, Wälder schwinden, Böden degradieren, Emissionen steigen und der Hunger wächst.

Alle wissen das. Trotzdem hält Greenwashing jedweder Aufklärung stand. Je gebildeter die Zielgruppe, je schädlicher das Produkt ist und je absurder das daran geknüpfte Öko-Versprechen, je offensichtlicher also die grüne Lüge ist, desto eher wird sie geglaubt.
Doch die Menschen wehren sich weltweit gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen. Wie der peruanische Bauer Saúl Luciano Lliuya, der den Energiekonzern RWE vor einem deutschen Gericht verklagt.

Veranstaltet von: Mörike-Gymnasium, Göppingen, in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Göppingen, der Ev. und Kath. Erwachsenenbildung Göppingen, und der Initiative Eine Welt, Göppingen

Mittwoch, 13. Februar 2019, 19:00 Uhr
Ort: Göppingen, Mörike-Gymnasium, Mensa, Haus Lutherstraße
Referentin: Kathrin Hartmann, Wissenschaftsautorin, München

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.