Passive Aggression (Di, 5.11.)

In der Reihe: Psychologische Methoden kennenlernen

Das offene Zeigen von Aggression, wie schreien, schlagen und beschimpfen, ist bei uns verpönt. Deshalb verlegen sich viele Menschen auf manipulatives Verhalten. Vordergründig freundlich, versuchen sie ihre Ziele auf passiv-aggressive Weise zu erreichen. Beispiele dafür sind schweigen, ausgrenzen, ausweichen, Andeutungen, gespielte Hilflosigkeit und defensive Feindseligkeit (z.B. „In der Luft hängen lassen“ oder „ein schlechtes Gewissen machen“). Solche Verhaltensweisen sind nicht nur in Familien, sondern auch in Unternehmen und anderen Organisationen sowie in Politik und Gesellschaft weit verbreitet. Gelernt werden sie aber meist schon in der Familie.
In dem Vortrag geht es zunächst darum, was passive Aggression ist und wie man sie erkennen kann. Das ist manchmal schwer, weil man anfangs oft verunsichert ist (z.B. bei übertrieben freundlichem Verhalten). Breiten Raum wird der Frage eingeräumt, wie man passiv-aggressiven Zeitgenossen sinnvoll begegnet. Hier gibt es einige ganz klare Verhaltensregeln.
Da Aggressivität zu Unrecht geächtet ist, wird zum Schluss noch dargestellt, wie positive Formen von Aggressivität aussehen. Nur wenn wir solche Formen in unserem Repertoire haben, können wir verhindern, irgendwann selbst passiv aggressiv zu werden.

Veranstaltet von: Kath. Erwachsenenbildung in Kooperation mit Evang. Erwachsenenbildung und Volkshochschule Göppingen und Schurwald.

Termin: Dienstag, 5. November 2019, 19:00-21:30 Uhr
Ort: Göppingen, Schlossplatz, Pavillon der Evang. Stadtkirche
Referent: Harald Gumbl, Sozialwissenschaftler und Therapeut, Stuttgart
€ 8,- (6,- Schüler/ Studenten)

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